Was ändert sich?

Heute sind Real- und Sekundarklassen getrennt organisiert. Künftig lernen die Jugendlichen in gemischten Stammklassen. Das stärkt das gemeinsame Lernen und reduziert feste Zuschreibungen.

In ausgewählten Fächern, insbesondere Deutsch und Mathematik, werden die Schülerinnen und Schüler zusätzlich in Leistungsgruppen unterrichtet. In den übrigen Fächern erfolgt die Förderung innerhalb der Stammklasse differenziert. Wechsel zwischen Leistungsgruppen sind nach den dafür geltenden Regeln möglich, ohne dass dafür jedes Mal die Klasse und das soziale Umfeld gewechselt werden müssen. Die konkreten Entscheidzeitpunkte werden im pädagogischen Umsetzungskonzept verbindlich festgelegt.

In der 7. und 8. Klasse bildet die Stammklasse das stabile soziale Umfeld. In der 9. Klasse können die Stammklassen gegebenenfalls neu zusammengesetzt werden, damit Lerngruppen gezielt auf die individuellen Anschlussziele – Berufsausbildung, Gymnasium oder andere Mittelschule – ausgerichtet werden können.

Die Lehrpersonen arbeiten eng im Team zusammen und planen gemeinsam. Unterstützungslektionen werden gezielt und bedarfsorientiert eingesetzt. Verantwortung wird geteilt, Förderung koordiniert.

Der kantonale Lehrplan, die Zuweisung zum Real- oder Sekundarniveau und das Übertrittsverfahren am Ende der Primarstufe bleiben bestehen. Auch die Bildungswege bleiben offen: Berufslehre, Berufsmaturität, Gymnasium, Fachmittelschule und Wirtschaftsmittelschule. Bestehende besondere Förderangebote werden nicht abgeschafft.

Unser Ziel ist es, alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihren weiteren Bildungsweg vorzubereiten – sei dies eine Berufslehre oder eine weiterführende Mittelschule (Gymnasium, FMS, WMS …).