Warum entwickeln wir das Schulmodell weiter?

Jugendliche entwickeln sich unterschiedlich schnell. Begabungen zeigen sich zu verschiedenen Zeitpunkten, Interessen verändern sich, Lernwege verlaufen nicht geradlinig. Eine moderne Sekundarstufe I muss diese Vielfalt aufnehmen können.

Der Kanton hat den Schulverband aufgefordert, seine Klassenorganisation zu überprüfen, weil die durchschnittliche Klassengrösse zu tief ist und nicht den kantonalen Vorgaben entspricht. Die Zahl der Klassen muss deshalb angepasst werden – unabhängig vom gewählten Oberstufenmodell. Wenn Klassen geschlossen werden müssen, ist dies eine Folge der Schülerzahlen und der verbindlichen kantonalen Vorgaben zur Klassengrösse – nicht des Modells «nidau 3+».

Das Modell verbindet diese notwendige Reorganisation mit einem pädagogischen Konzept, das der individuellen Förderung der Jugendlichen dient: durch flexiblere Leistungsgruppen, gezieltere Förderung und durch eine stärkere Ausrichtung auf die Anschlusslösung nach der 9. Klasse.

Wir wollen Strukturen mit maximalen Bildungschancen schaffen, die gerechter sind, die flexible Durchlässigkeit ermöglichen und die den Jugendlichen mehr Zeit geben, ihren Weg zu finden.

Unser Ziel ist eine Schule, die fordert und fördert – und die Wege offenhält, statt sie früh festzulegen.